Rhein-Zeitung 23.02.2014

Artikel im Original ansehen

 

Horchheimer entführten Narren ins Spielerdorado Las Vegas

 

Sitzung Pointierte Reden und schwungvolle Tänze

 

Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

Horchheim. Seit Jahren gehört der Hochheimer Carnevals-Verein (HCV) zum Kreis der Vereine, die ihre Sitzungen immer unter ein bestimmtes Motto stellen. So wurden die Zuschauer im Saal des Soldatenheims auf der Horchheimer Höhe schon in den sonnigen Süden (Italien, Spanien) gelockt, mit in den Camping-Urlaub genommen oder in die Kriminalhandlungen eines Tatorts eingebunden. Dass den Horchheimern die Ideen nicht ausgehen, bewiesen sie mit ihren jüngsten Sitzungen am Wochenende, die in das Spielerdorado „Las Vegas“ entführte. Wie in der Vergangenheit brillierten als Conférenciers der Sitzungen des HCV dabei wieder Hubertus „Hubi“ Braun und Christoph Poth. Allerdings hatten die beiden mit dem Sitzungs-Programm auch ein Blatt, mit dem sich trefflich reizen ließ. Denn sowohl was den Tanz als auch was die Redner betraf, wimmelte es von Trümpfen. So schilderte der Lahnsteiner Karl Krämer seine Erfahrungen mit Diäten, während Harald Hünerfeld und Thomas Nobel in die gewohnte Rolle als Jupp und Juppchen schlüpften. Michael Weinand hingegen gab überzeugend den Choleriker, Michael Münch schilderte sehr anschaulich seine Erfahrungen als nach Berlin ausgeliehene Vogelscheuche und Tom und Kevin Flöck nahmen gekonnt die Rolle zweier alten Frauen ein, die das moderne Internetvokabular nicht mehr verstehen. Georg Sproß als Protokoller und Albert Esser von der Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft rundeten den Reigen der pointierten Redebeiträge ab. Wer nicht zum ersten Mal auf den Sitzungen des HCV war, der hatte aber trotzdem das Gefühl, es fehlt etwas. Und zu Recht erinnerte Georg Sproß an den verstorbenen Leo Wingen von der „Gruußen“, der hier auch oftmals als Redner sein Publikum begeisterte.

Neben den Redebeiträgen bot der HCV aber auch tolle Tanznummer, dargeboten vom HCV-Ballett. Im Showteil entführten die Tänzerinnen und Tänzer mit akrobatischen Nummern und einer schwungvollen Choreografie in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Neben den Gruppenformationen glänzten als Solomariechen aber auch Anna Lena Weeser sowie Eric Hollingshauser und Maria Kesselheim. So bot der HCV eine mitreißende Show, die sich auch die Tollitäten aus Koblenz und Lahnstein nicht entgehen ließen, und die nicht nur nach Las Vegas entführte, sondern auch dort sicherlich großen Anklang gefunden hätte.

Rhein-Zeitung – RZ Koblenz und Region vom Montag, 23. Februar 2014, Seite 10


 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen